Nächstens in der Cohn-Scheune

Mi 30.1.2019 – 19 Uhr:  Bildervortrag: Von Rotenburg bis Minsk (Dr. Chr. Dembowski)

• Treppenhaus-Austellung: 1. Retrospektive: 12 Jahre Kulturwerkstatt Cohn-Scheune

Von Rotenburg bis Minsk – Gedenken für eine gemeinsame europäische Zukunft

Mittwoch, 30. Januar 2019 – 19 Uhr: Bildervortrag von Dr. Christoph Dembowski: „Von Rotenburg bis Minsk – Gedenken für eine gemeinsame europäische Zukunft“

Dr. Christoph Dembowski wird in seinem Vortrag mit eigenen Fotos von einer internationalen Konferenz in Minsk berichten, die im Juni 2018 anlässlich der Eröffnung der Gedenkstätte Maly Trostenez unter Beteiligung von Bundespräsident Steinmeier stattfand. Maly Trostenez war das größte Vernichtungslager auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion während der nationalsozialistischen Besatzungszeit. In Deutschland war dieser Schreckensort bis weit in die 90er Jahre unbekannt.    

Bernhard Heilbronn, einer der Angestellten der jüdischen Rotenburger Familie Cohn, wurde dorthin deportiert und ermordet.  

Der Referent, Dr. Christoph Dembowski, ist Kinderarzt in Rotenburg. (Fotos © Ulrike Jaeger, 2018) – Das Foto der Stolpersteine vor dem ehemals Cohnschen Haus Große Straße 32 (ROW) © B. Lemme 2005. Heilbronns Stein liegt unten rechts.


 

 

 

 

CHANUKKA 2018

Wir laden wie  in jedem Jahr wieder zum jüdischen Lichterfest CHANUKKA. In diesem Jahr  liegen die acht Tage des fröhlichen Festes in der ersten Dezemberwoche (2.-10.12.). In der Cohn-Scheune wird am Donnerstag, dem 6. Dezember um 19 Uhr die fünfte Kerze am Chanukka-Leuchter entzündet und bei Geschichten, Spielen und Gebäck dieser alte Brauch gelebt.

Der Vorstand des Fördervereins der Cohn-Scheune e.V. wünscht allen Mitgliedern, Freunden, Förderern und Gästen   „chag chanukka sameach“ zum Lichterfest, ein fröhliche Advents- und Weihnachtszeit und einen guten Start in das neue Jahr!

Die Rettung der Zehntausend – ZDF-History Dokumentarfilm

Mi 14.11.2018 – 19 Uhr: Im Rathaussaal Rotenburg (Wümme) zeigt der Förderverein Cohn-Scheune e.V. den ZDF-History Dokumentarfilm „Die Rettung der Zehntausend – In Erinnerung an die Kindertransporte nach England vor 80 Jahren“ – Einführung: Dr. Matthias Bantz. (Eintritt: 3 € / Schüler frei)

Der erste Kindertransport: Anfang Dezember 1938 warten deutsch-jüdische Jungen und Mädchen im Fährhafen Hoek van Holland auf ihre Weiterreise nach Großbritannien. ©ZDF/Willem Smeets

Vor 80 Jahren, am 30. November 1938, startete der erste Zug mit 196 jüdischen Kindern aus Berlin, dem weitere folgten. Nach den Ereignissen vom 09. November 1938, der Zerstörung jüdischer Synagogen und Geschäfte, nach der Ermordung und Verhaftung zahlreicher jüdischer Bürger hatten die Meldungen über diese Gräuel der Nationalsozialisten die britische Regierung und engagierte englische Familien motiviert, sich der unbegleiteten Kinder jüdischer Familien aus Deutschland, Österreich, Polen und der Tschechoslowakei anzunehmen. Nur so haben diese Kinder auch den Holocaust überlebt – ihre Eltern sahen sie nie wieder.

Es gibt einen direkten inhaltlichen Bezug des Filmes zu Rotenburg: Hildegard Cohn, 1919 geboren, fand ihre erste Anstellung in einem Heim für „Kindertransport“-Kinder, nachdem es ihr im März 1939 gelungen war, als Hausangestellte nach England zu flüchten und auf diese Weise ihr Leben zu retten. Auch sie sah ihre Eltern nie wieder.

Wir halten nach 80 Jahren diese Tage im November für besonders wichtig und besonders geeignet, an die Erlebnisse  jüdischer  Kinder während des Nationalsozialismus zu erinnern. Ereignisse, die geschahen  – nur, weil den Menschen Toleranz und Empathie für Andersgläubige fehlten.

Auch heute lassen manche  Aktivitäten und Äußerungen erschreckend erkennen – es gibt wieder Menschen, die Probleme damit haben, Andersartiges akzeptieren zu können. Daher ist es so wichtig, immer wieder zu zeigen, wohin dieses ablehnende Verhalten, diese mangelnde Akzeptanz  führt.

Am 16. November 2018 erschien in der Rotenburger Kreiszeitung dieser  Bericht von Wieland Bonath.