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Vortrag: „Brücken bauen“ von Antonia Borgas

Mein Jahr im Internationalen Jugend Freiwilligendienst im Altenheim „Rischonej Ha Carmel“ in Israel

Nach ihrem Abitur 2018 hat sich Antonia Borgas entschieden einen Internationalen Jugend Freiwilligen Dienst (IJFD) in Israel zu machen. Dort wurde sie für ein Jahr in einem Altenheim in Haifa, im Norden Israels eingesetzt. Dieses Heim, das „Rischonej Ha Carmel“, wurde 1939 gegründet und war eines der ersten Altenheime in Haifa. Heute leben dort vorwiegend Juden aus Zentral – und Osteuropa, die vor, während oder nach dem 2. Weltkrieg nach Israel bzw. in das damalige Palästina geflohen sind. Alle von ihnen haben eine schwere Vergangenheit und den Großteil ihrer Familie im Holocaust verloren oder waren selbst sogar in einem Konzentrationslager. Sie sind mit der Erwartung nach Israel gekommen ein ganz neues Leben starten zu können.

Über ihre bewegenden Erfahrungen und Begegnungen in ihrer Arbeit berichtet Antonia Borgas an diesem Abend: „Bei meinen Begegnungen mit ihnen haben ich den Schmerz gespürt, der auf ihnen lastet. Es ist ihnen sehr wichtig, dass ihre Geschichte nicht verloren geht, genauso wie die Erinnerung an das Leiden im Holocaust, sodass so etwas nie wieder geschieht. Deswegen ist es mir ein Anliegen von ihren Schicksalen zu berichten, meiner Arbeit mit ihnen und all den berührenden Momenten, die ich mit ihnen erleben durfte“.

Die Organisation, durch die sie in diesem Heim eingesetzt wurde, heißt auf Hebräisch „Hagroshrim“, was übersetzt „Brückenbauer“ bedeutet. Es geht darum Brücken zwischen Juden und Christen, Deutschen und Israelis zu bauen. Begegnung schaffen – Zukunft bauen. (Foto: © A. Borgas)

Antonia Borgas hat 2018 ihr Abitur am Ratsgymnasium gemacht und danach einen Internationalen Jugend Freiwilligen Dienst (IJFD) in Israel absolviert.

Montag, 17.02.2020, 19.30 Uhr, Kantor-Helmke-Haus
Eintritt: frei