Nächstens in der Cohn-Scheune

• Mi 17.01.2018 – 19 Uhr: Vortrag von Dr. Jens Christian Wagner: „Lernen aus heilloser Geschichte – Überlegungen zur Zukunft der Gedenkstättenarbeit“

• Sa 27. Januar 2018: Holocaust-Gedenkstunde in der Kirche Zum-Guten-Hirten – 17 Uhr

• So 28. Januar 2018: FINISSAGE der Ausstellung „Schützende Inseln – Lehrgüter für die Auswanderung jüdischer Jugendlicher im Nationalsozialismus“ – Studierende der TU Braunschweig – letzte Führungen am 14.01. und am 28.01. um 15 Uhr

• Di 30. Januar 2018 – 20 Uhr: Theaterstück „Herzkeime“ im Rathaus/Ratssaal

• TV: Radio Bremen „Buten un Binnen“ – Kurzfilm über Kultur in Rotenburg

http://www.radiobremen.de/fernsehen/buten_un_binnen/video96934-popup.html  

„Herzkeime“ – Theaterstück

Di 30. Januar 2018 – 20 Uhr  – Rathaus / Ratssaal: Theaterstück „Herzkeime“   initiert von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Rotenburg und in Kooperation mit der VHS und der Cohn-Scheune e.V.

Eine szenische Reise durch die Welten der beiden deutsch-jüdischen Dichterinnen Nelly Sachs und Selma Meerbaum-Eisinger. Martina Roth und Johannes Conen sorgen international mit ihrer „bewegtbildtheater“-Produktion „HERZKEIME“ für Aufsehen, ein Theaterabend der unter die Haut geht. HERZKEIME vermischt Schauspiel, Gesang und Film, in dem die emotionale Kraft der Bilder, den gesungenen, gesprochenen Worten eine nachhaltige Dimension verleiht. Ein einzigartiger Theaterabend der sich den beiden jüdischen Lyrikerinnen Nelly Sachs und Selma Meerbaum-Eisinger widmet. Ein poetischer Abend, ein Abstecher in die Welt des Liedes und der Lyrik.
Schauspiel und Gesang: Martina Roth  – Bewegtbild, Kompositionen und Gitarre: Johannes Conen

Holocaust-Gedenkstunde in der Kirche Zum Guten Hirten

Sa 27. Januar 2018 – 17 Uhr: Gedenkstunde für die Opfer des Natonalsozialismus 2018 in der Kirche „Zum Guten Hirten“, Elise-Averdieck-Straße

Zur feierlichen Gedenkstunde sprechen Jutta Wendland-Park, Vorstandsvorsitzende der Rotenburger Werke und Andreas Weber, Bürgermeister der Stadt Rotenburg. Bewohner/innen der Rotenburger Werke und junge Menschen, die einen Freiwilligendienst in den Werken leisten, lesen Texte zum Thema. Reinhard Röhrs und Kantor Stephan Orth planen ein musikalisches Rahmenprogramm.

„Lernen aus heilloser Geschichte. Überlegungen zur Zukunft der Gedenkstättenarbeit“

Mi 17.01.2018 – 19 Uhr:  Vortrag von Dr. Jens Christian Wagner

Dokumentationszentrum der GedenkstŠtte Bergen-Belsen

Die Auseinandersetzung mit den im Nationalsozialismus begangenen Verbrechen ist grundlegend für die demokratische Verfasstheit der Bundesrepublik. Viele Politiker_innen verweisen mit Stolz auf die deutsche Erinnerungskultur. Doch unter Expert_innen macht sich zunehmend ein Unbehagen an der Erinnerungskultur und ihren oft pathoshaften Beschwörungsformeln breit. Der Historiker Dr. Jens-Christian Wagner, Leiter der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, wird in seinem Vortrag die Entwicklung zur aktuellen Erinnerungskultur in den vergangenen 70 Jahren nachzeichnen und sich der Frage widmen, wie historisches Lernen und eine kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte an Orten nationalsozialistischer Massenverbrechen gestaltet werden kann, ohne die Orte und die Opfer für aktuelle politische Zwecke zu missbrauchen.

 

 

Dr. Jens-Christian Wagner, Jg. 1966, Studium der Geschichte und Romanistik in Göttingen und Santiago de Chile, Promotion mit einer Monographie zur Geschichte des KZ Mittelbau-Dora (1999), wiss. Mitarbeit im Museum Peenemünde und in der Präsidentenkommission „Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus“, 2001 bis 2014 Leiter der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora (Nordhausen), seit 2014 Geschäftsführer der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten in Celle sowie Leiter der Gedenkstätte Bergen-Belsen.

(Fotos © J-Ch. Wagner)