Di 28.06.2018 – 20 Uhr – Vortrag: Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus – Drei Schicksale aus Visselhövede und Unterstedt

Di 28.06.2018 – 20 Uhr (in der Cohn-Scheune – Eintritt EURO 3):  Vorträge von Zahra Palmanak, Almuth Quehl und Hanna Tamke über drei Schicksale aus unserer Region

Drei Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurden, stehen im Mittelpunkt dieser Veranstaltung: Willi Sommerfeld, Bibelforscher (ein Zeuge Jehovas) aus Unterstedt, Heinrich Porrath, Gewerkschafter und SPD-Mitglied aus Visselhövede und Oskar Alexander, jüdischer Kaufmannssohn aus Visselhövede. Jedes einzelne dieser Schicksale ist erschütternd und bewegend, dennoch sind es nur drei aus einer großen Anzahl auch hier bei uns Verfolgter und Ermordeter, an die erinnert werden soll.

Mit der Geschichte Willi Sommerfelds hat sich Zahra Palmanak im Rahmen eines Projektes an der BBS beschäftigt. Die Schicksale Heinrich Porraths und der Familie Alexander haben Hanna Tamke und Almuth Quehl im Rahmen ihrer Tätigkeit als Gästeführerinnen in Visselhövede erarbeitet.

(Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus am Rathaus (Dr. Matthias Banz 1989; Foto © Lemme): „Das Vergessenwollen verlängert das Exil und das Geheimnis der Erlösung heißt Erinnerung“)

Buchpräsentation und Verlagsvorstellung

Dienstag, 19. Juni 2018 – 19 Uhr: in der Cohn-Scheune ; Eintritt: 3 EURO

Lisa Seiden, 1929 als Lisa Leist in Wien geboren, gehörte mit ihrem Bruder zu den 10.000  Kindern, die durch die Kindertransporte nach England gerettet worden sind. Sie kamen im Dezember 1938 in Dovencourt, Harwich, an und lebten acht Jahre in Bath, getrennt von ihren Eltern, die sich nach Argentinien retten konnten. Lisa Leist hatte sich in den Sohn ihrer Gastfamilie verliebt und wäre am liebsten in England geblieben. Aber 1946 konnte (und musste) sie mit ihrem Bruder nach Buenos Aires zu ihren Eltern fahren. Über den geschichtlichen Hintergrund und ihre Erlebnisse als Kind und Jugendliche im Exil hat Lisa Seiden einen berührenden Bericht geschrieben und ihn mit zahlreichen Fotos, Faksimiles ausgewählter Briefe und anderen Dokumenten bebildert.

Das Buch von Lisa Seiden: „Bleib immer mit deinem Bruder zusammen!“ – Eine Geschichte vom Kindertransport wird mit Unterstützung des Fördervereins Cohn-Scheune e.V. , Rotenburg (Wümme),  herausgegeben.

Bei der Buchpräsentation werden die Verlegerin Dr. Nora Pester (Hentrich & Hentrich Verlag, Berlin) und der Übersetzer des Buches aus dem Spanischen, Dieter Heymann, anwesend sein.

Welchen Bezug gibt es zwischen der Autorin und den Cohns? – Der jüngsten Tochter Hildegard Cohn gelang es im März 1939, als Hausangestellte nach England zu emigrieren und auf diese Weise ihr Leben zu retten: Sie fand ihre erste Anstellung in einem Heim für „Kindertransport“-Kinder.

https://www.kreiszeitung.de/lokales/rotenburg/rotenburg-ort120515/lisa-seiden-rotenburg-neuem-buch-kennenlernen-9968370.html

Exil und Fluchthilfe in Südfrankreich: Film und Buchvorstellung

Montag 04.06.2018 – 19 Uhr: Rathaus Rotenburg, Ratssaal; Eintritt: 5 €

Exil und Fluchthilfe in Südfrankreich:

Buchvorstellung und Filmvorführung „Visa al ParaÍso“

Buch und Film präsentieren unterschiedliche Aspekte der Exilgeschichte während des Nationalsozialismus in Südfrankreich: das Fischerdorf Sanary-sur-Mer als Zufluchtsort, Les Milles als Internierungs- und später Deportationsort und die Hafenstadt Marseille als Hoffnungsort, in dem u.a. der mexikanische Generalkonsul Gilberto Bosques vielen Tausenden die Flucht ermöglichte.

Der Film „Visa al ParaÍso“ von Lilian Liberman, 2010 (mit deutschen Untertiteln), erhielt zahlreiche Auszeichnungen.

Eine Kooperation des Fördervereins Cohn-Scheune e.V. und der K!R Kulturinitiative Rotenburg e.V. mit Unterstützung der Kulturabteilung der Mexikanischen  Botschaft.                                                                                   

 

 

 

 

Das Buch zum Thema und Film: „Fluchtorte – Erinnerungsorte“       Sanary-sur-Mer, Les Milles, Marseille

hrsg. von Irene Below, Hiltrud Häntzschel, Inge Hansen-Schaberg,    Maria Kublitz-Kramer, München 2017.