Nächstens in der Cohn-Scheune

•⇒ ACHTUNG! WEGEN DER CORONA-PANDEMIE WIRD DIE COHN-SCHEUNE AB SOFORT BIS EINSCHLIESSLICH OSTERN GESCHLOSSEN. Alle Veranstaltungen im Gebäude fallen aus, nur die Open-Air-Ausstellung wird draußen aufgebaut und eröffnet.

• 03.04.2020 – 15 Uhr: Eröffnung der Open-Air-Ausstellung „Am Ende des Tunnels“ (draußen ?)

• 03.04. – 30.09.2020: Open-Air-Ausstellung „Am Ende des Tunnels“auf der Grünfläche neben der Stadtkirche

• 24.03.2020 – 19 Uhr: Lesung persischer Lyrik (Cohn-Scheune) :  fällt aus !!

• 23.02.2020 – 11:30 – Das Exil der Töchter und ihre Rückkehr – Erweiterung der Ausstellung in der Cohn-Scheune

• Veranstaltungsplan Frühjahr 2020

• Sonderausstellung mit dem nachgebauten Gebetssaal aus Zeven (1937) im Obergeschoss

Open-Air-Ausstellung

Dauerausstellung „Am Ende des Tunnels“ vom 3.April bis 30. September 2020 auf der Grünfläche neben der Stadtkirche Rotenburg.

Ungefähr 10.000 minderjährige, in der NS-Zeit Verfolgte fanden zwischen Dezember 1938 und September 1939 in England, Schottland, Wales und Nordirland Zuflucht. Sie mussten ohne ihre Familien fliehen, und die meisten verloren viele Familienmitglieder im Holocaust. Die britische Regierung hatte nur Minderjährigen die Einreise erlaubt. Die Kosten und die Organisation der Kindertransporte wurden weitgehend von Freiwilligen und Wohlfahrtsverbänden übernommen.

80 Jahre, nachdem der letzte Kindertransport den Berliner Bahnhof Charlottenburg verlassen hat, erinnert im Herbst 2019 eine Open-Air-Ausstellung an diese Transporte. Die vor dem Bahnhof aufgestellten Litfaßsäulen vermitteln mit Texten und Fotos die Geschichte der Kindertransporte. Das britisch-deutsche Projekt steht unter der Schirmherrschaft des britischen Botschafters Sir Sebastian Wood.

Der Förderverein Cohn-Scheune e.V. hat diese Ausstellung „Am Ende des Tunnels“ auf drei Litfaßsäulen von der Kommunalen Galerie Berlin ausgeliehen. Sie wird in Rotenburg anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Cohn-Scheune vm 3. April bis zum 30. September 2020 präsentiert.

Ermöglicht wurde die Rotenburger Ausstellung durch die finanzielle Förderung der Ippen Stiftung und dem Förderverein des Lions Clubs Rotenburg L.E.A.. Wir danken dem Kirchenvorstand der Stadtkirchengemeinde sowie dem Bürgermeister der Stadt Rotenburg, Hern Andreas Weber, und dem Bauhof, der die Aufstellung der Litfaßsäulen besorgt hat.   [Fotos von der Ausstellung am Bahnhof Berlin-Charlottenburg © Inge Hansen-Schaberg]

Fr 03.04.2020: Eröffnung der Open-Air-Ausstellung

Freitag, 3. April 2020 – 15 Uhr: : Eröffnung der Open-Air-Ausstellung* „Am Ende des Tunnels – Die Kindertransporte von 1938/39 aus Berlin nach England“ mit dem Vortrag von Dr. Andrea Hammel, Aberystwyth (Wales) „Die Kindertransporte 1938/39 in das Vereinigte Königreich aus deutscher und britischer Sicht“.

Der Förderverein Cohn-Scheune e.V. hat die Open-Air-Ausstellung „Am Ende des Tunnels“ (auf Deutsch und auf Englisch)*  zu den Kindertransporten von der Kommunalen Galerie Berlin ausgeliehen. Sie wird auf drei Litfaßsäulen in Rotenburg auf der Grünfläche neben der Stadtkirche vom 3. April bis zum 30. September präsentiert.

[Foto von der Ausstellung am Bahnhof Berlin-Charlottenburg © Inge Hansen-Schaberg) –> s.a. *Beitrag „Open-Air-Ausstellung]

Zum Vortrag: Die Kindertransporte 1938/39 in das Vereinigte Königreich aus deutscher und britischer Sicht. Ungefähr 10.000 minderjährige, in der NS-Zeit Verfolgte fanden zwischen Dezember 1938 und September 1939 in England, Schottland, Wales und Nordirland Zuflucht. Sie mussten ohne ihre Familien fliehen, und die meisten verloren viele Familienmitglieder im Holocaust. Die britische Regierung hatte nur Minderjährigen die Einreise erlaubt. Die Kosten und die Organisation der Kindertransporte wurden weitgehend von Freiwilligen und Wohlfahrtsverbänden übernommen.

Der Vortrag wird auf die Planung und Durchführung und die schwierige Integration der Kinder und Jugendlichen eingehen und sowohl dabei die deutsche als auch die britische Sicht auf das Thema erläutern. Er wird auch die Bedeutung der Kindertransporte in der Erinnerungspolitik der verschiedenen Länder ansprechen und diskutieren, welchen Einfluss dies auf die öffentliche Diskussion um die heutige Flüchtlingspolitik hat.

Dr. Andrea Hammel ist Dozentin für deutsche Geschichte und Kultur an der Aberystwyth University in Wales. Seit über 20 Jahren beschäftigt sie sich mit den Erfahrungen der deutschsprachigen Flüchtlinge, die vor dem Nationalsozialismus in das Vereinigte Königreich flohen. Sie ist insbesondere für ihre Publikationen zur Exilliteratur, zu autobiografischen Zeugnissen Geflohener und zum Kindertransport bekannt.

Di 24.3.2020 – Lesung persischer Lyrik

Dienstag, 24. März 2020 – 19 Uhr, Cohn-Scheune:  „Ātash, Ātash. Ins Feuer springt das Herz …“

FÄLLT AUS !

Anlässlich des persischen Neujahrsfests Nowruz sind der Verleger Madjid Mohit des Bremer Sujet Verlags und die Lyrikerin und Übersetzerin Schirin Nowrousian, Stapel, mit zeitgenössischen Gedichten zu Gast: deutsch-persische Sprachklangkunst. – Khosh amadid! Seien Sie herzlich willkommen! – [Das Foto zeigt einen traditionell mit sieben Gaben gedeckten Nowruz-Tisch (©Nowrous Photography)].

Madjid Mohit, 1990 als politischer Flüchtling aus Teheran nach Deutschland gekommen, gründete 1996 den Sujet Verlag in Bremen. Sein Schwerpunkt ist heute grenzüberschreitende Literatur, verfasst von Autorinnen und Autoren, die in zwei oder mehr Sprachen und Kulturen zu Hause sind. „Luftwurzelliteratur“, nennt Mohit sie. Er übersetzt auch selbst aus dem Persischen ins Deutsche und umgekehrt. 2015 wurde er mit dem Hermann-Kesten-Preis des deutschen PEN-Zentrums ausgezeichnet, 2018 als Bremer Diversity-Persönlichkeit.

Schirin Nowrousian, im Ruhrgebiet geboren und aufgewachsen, lebt – nach Jahren in Paris, Berlin, Dublin, Brüssel, Bremen und Vilnius – derzeit in Stapel. Sie ist Autorin, Lyrikerin und Übersetzerin. Neben dem Schreiben und Übersetzen ist sie zudem auch als Dramaturgin, Moderatorin und Lehrende tätig. Zuletzt erschien, im November 2019, ihr Gedichtband „Gläserne Fehde“ im Sujet Verlag.

Vor Jahren begeisterten die beiden schon einmal mit einem Lyrikprogramm in der Cohn-Scheune.

Eintritt: EURO 3,- / Schüler und Schülerinnen  frei.

[Porträts: © Sujet Verlag ; © Nowrous Photography]